CC-Survey

ZiviZ im Stifterverband erarbeitet in starker Partnerstruktur einen auf Dauer angelegten, repräsentativen und innovativen Survey zum gesellschaftlichen Engagement der deutschen Wirtschaft.

Warum CC-Survey?

Uns geht es – aus Sicht der angewandten Zivilgesellschaftsforschung – um das Engagement der Unternehmen im Sinne von "Corporate Citizenship" (CC). Denn Unternehmen prägen den öffentlichen Raum in vielfältiger Art und Weise, beispielsweise durch Kooperationen mit gemeinnützigen Organisationen in den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen. Diese Bereiche analysiert ZiviZ seit einigen Jahren und wir sehen: Regelmäßige Zusammenarbeit mit Unternehmen spielt für etwa jede vierte zivilgesellschaftliche Organisation eine wichtige Rolle – Tendenz steigend.

In anderen Worten: Spenden und Sponsoring sind mittlerweile nur ein sehr kleiner Ausschnitt des unternehmerischen Engagements für die Gesellschaft; andere Themen werden prominenter, so beispielsweise das bürgerschaftliche Engagement der Mitarbeiter sowie der gezielte Einsatz von CC in der Weiterentwicklung von Unternehmenspartnerschaften sowie von Unternehmen selbst.

 

Die Kernfragen

  • Inwiefern gestalten deutsche Unternehmen Zivilgesellschaft mit? 
  • Wie lässt sich diese Frage valide analysieren?
  • Welcher Mehrwert und welche Risiken bestehen?

Dabei sind die Unternehmen selbst eine wichtige Zielgruppe des Projektes, denn sie setzen CC um. Praxis-Implikationen und Handlungsempfehlungen werden deshalb explizit abgeleitet.

 

Warum braucht es jetzt einen CC-Survey?

Neben den schon seit Jahrzehnten im deutschen Wirtschaftsmodell festzustellenden sozialen Bezügen gewinnt hierzulande sowie international eine spezifische Frage: "Warum braucht es jetzt einen CC-Survey?" an Bedeutung. Unter Stichworten wie "Corporate Citizenship", "Community Investment", "Shared Value", "SDGs" oder "Social Entrepreneurship" wird der Quantität und Qualität von Unternehmensengagement eine Schlüsselrolle bei der Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen zugesprochen. Zugrunde liegen eine ganze Reihe von Beobachtungen, zum Beispiel:

  • dass Unternehmen Problemlöser sein können,
  • dass Engagement erwartet wird,
  • dass die Unternehmenskultur von CC profitiert.  

Im CC-Survey erarbeiten wir belastbare Zahlen, Daten und Fakten, die zum deutschen Kontext passen. Die Bedeutung des Themas verlangt eine Rationalisierung der Debatte einerseits und eine Veranschaulichung andererseits.

 

Wem nutzt der CC-Survey?

Wir transferieren dieses Wissen in die Praxis, zum Beispiel durch Publikationen, Workshops und Fachforen. Uns geht es um die Stärkung

  • des Know-hows (instrumentelles Wissen)
  • der authentischen Thematisierung (kommunikativer Mehrwert)
  • sowie der Kooperationen in der Praxis (Feldentwicklung)

Neben der Bertelsmann Stiftung sind einige Mitgliedsunternehmen des Stifterverbandes aktive Partner für die erste Projektphase 2016 bis 2019. Andere planen, mit den Ergebnissen des CC-Surveys zu arbeiten. Außerdem kooperieren wir bei der Fragebogenerstellung mit einer ganzen Reihe von Know-how-Partnern.

 

Mehr Info

Ein Interview mit Manuela Pastore, Globale Teamleitung der Initiative Making More Health bei Boehringer Ingelheim, zum gesellschaftlichen Engagement bei Boehringer Ingelheim
Artikel im MERTON-Magazin

Eine Rezension von Dr. Anael Labigne im Forschungsjournal Soziale Bewegungen 3/2016 zum Band "Unternehmen im öffentlichen Raum. Zwischen Markt und Mitverantwortung", der unter anderem von Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, herausgeben wurde
Rezension (PDF)

 

Kontakt

Dr. Anaël Labigne

ist Projektleiter.

T 030 322982-534
F 030 322982-569

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