Bislang fehlt eine empirisch fundierte Untersuchung, die das genaue Ausmaß und die Kostendimension von Bürokratiebelastung für den heterogenen gemeinnützigen Sektor beziffert. Ein differenziertes Verständnis zu zeitlichen, monetären und subjektiv empfundenen bürokratischen Tätigkeiten bietet politisch Verantwortlichen die Möglichkeit, bürokratische Belastungen gezielt abzubauen. So können Engagierte und Ehrenamtliche sich auf ihre eigentlichen Tätigkeiten konzentrieren, sodass sich das Potential von Engagement und Ehrenamt für die Gesellschaft besser entfalten kann.
Methodisches Vorgehen
Zur systematischen Erfassung und Schätzung der Bürokratiebelastung gliedert sich das Projekt in folgende Schritte:
- Identifikation typischer Organisationen: Auf Grundlage des ZiviZ-Survey 2023 definieren wir zehn idealtypische Organisationen, die in Merkmalen wie dem Engagementfeld oder der Organisationsgröße variieren.
- Fokusgruppen-Gespräche: Für jeden Organisationstyp finden Fokusgruppen-Gespräche statt, an denen Personen teilnehmen, die in vergleichbaren Organisationen in leitender Funktion tätig sind. In den Gesprächen sollen die objektiven Bürokratieaufwände und die subjektive Belastung einzelner Aufgaben geschätzt werden.
- Monetäre Schätzung der Bürokratiebelastung: Im Ergebnis soll schließlich der Gesamtaufwand für Bürokratie pro Organisationstyp ermittelt werden. Die ermittelten zeitlichen Aufwände rechnen wir anschließend in monetäre Aufwände um.
Das Projekt wird gefördert durch:

In Kooperation mit:

Kontakt
David Kuhn
Wissenschaftlicher Referent
T 030 322982-570
Dr. Peter Schubert
Leitung der Geschäftsstelle
T 030 322982-576